Steuerrücklagen-Rechner Deutschland 2026
Gewinn eintragen, Rücklage pro Monat ablesen. Einkommensteuer, Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer und Krankenversicherung – gerechnet mit den Sätzen für 2026.
Steuerrechner Deutschland 2026
Als Freelancer in Deutschland zahlst du deine Steuern nicht automatisch über die Lohnabrechnung. Du bist selbst dafür verantwortlich, genug Geld für Einkommensteuer, Solidaritätszuschlag und ggf. Gewerbesteuer zurückzulegen.
Das Problem: Viele Freelancer unterschätzen die Steuerlast und stehen am Jahresende vor einer unangenehmen Nachzahlung. In Deutschland können Steuern und Sozialabgaben 35-45% deines Gewinns ausmachen.
14-45%
Progressiver Tarif nach §32a EStG
0-5,5%
5,5% der ESt (mit Freigrenze & Milderungszone)
0-17%
Nur Gewerbetreibende, Freibetrag 24.500 €
~20%
KV + PV (RV freiwillig für Freiberufler)
Faustregel
Anders als Angestellte trägst du als Freelancer den vollen Beitrag zur Krankenversicherung selbst. In der GKV richtet sich der Beitrag nach deinem Einkommen (allgemeiner Beitragssatz 14,6 % plus Zusatzbeitrag der Kasse, plus Pflegeversicherung), bei der PKV nach Tarif und Alter. Diese Beträge sind keine Steuer, gehören aber zwingend in deine monatliche Rücklage.
Die Rentenversicherung ist für die meisten Freiberufler freiwillig – Ausnahme: rentenversicherungspflichtige Selbständige wie Lehrer, Pflegekräfte oder Handwerker. Wer freiwillig einzahlt oder privat vorsorgt, sollte auch dafür einen festen Prozentsatz vom Gewinn reservieren.
So rechnet der Rechner
Freiberufler nach §18 EStG (z. B. Entwickler mit ingenieurähnlicher Tätigkeit, Designer, Texter, Berater) zahlen keine Gewerbesteuer. Wer gewerblich tätig ist – etwa Handel, Vermittlung oder Agenturleistungen mit Personal – zahlt Gewerbesteuer ab einem Gewerbeertrag von 24.500 €.
Die Gewerbesteuer wird nach §35 EStG auf die Einkommensteuer angerechnet (Faktor 4,0 des Steuermessbetrags). Bei Hebesätzen bis etwa 400 % ist sie damit für Einzelunternehmer weitgehend neutral – bei höheren Hebesätzen wie in München (490 %) bleibt eine echte Mehrbelastung.
Das Finanzamt fordert oft quartalsweise Vorauszahlungen – basierend auf deinem Vorjahresergebnis. Diese kommen zusätzlich zur Jahressteuererklärung und können dich kalt erwischen, wenn du nicht vorbereitet bist.
Die Termine sind fix: 10. März, 10. Juni, 10. September, 10. Dezember. Wichtig: Du kannst die Vorauszahlungen anpassen lassen, wenn sich dein Einkommen geändert hat. Aber bilde trotzdem Rücklagen – BEVOR die Frist kommt, nicht erst danach.
10. März
ESt-Vorauszahlung
10. Juni
ESt-Vorauszahlung
10. September
ESt-Vorauszahlung
10. Dezember
ESt-Vorauszahlung
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